Sehr geehrter Herr Oberstleutnant,

ich danke Ihnen für Ihre Antwortschreiben vom 25. März 2020 in dem Sie auf weitere Einschränkungen des Flugbetriebs im reservierten Luftraum TRA LAUTER eingehen. Ich freue mich, dass der Flugbetrieb an Freitagen bereits um 13:00 Uhr endet und in den Sommermonaten (Mai bis Oktober) in der Zeit von 12:30 bis 13:30 Uhr keine militärischen Tiefflüge (unter 450 Metern) mit Kampflugzeugen durchgeführt werden. Gleichwohl erreichen mich in diesen Tagen immer mehr Nachrichten von betroffen Bürgerinnen und Bürgern, für die die derzeitigen Überflüge eine zusätzliche Belastung darstellen. Da sich viele ArbeitnehmerInnen im Home-Office befinden, werden die Überflüge noch intensiver wahrgenommen als normalerweise. Hinzu kommt die Belastung für die Kinder, die sich normalerweise in den Schulen befinden und nun zuhause dem Lärm ausgesetzt sind. 

Zwar fliegen die Kampfjets recht schnell über die Höhenstadteile in Trier hinweg, jedoch hält der Lärm der Jets oftmals minutenlang an. Auch Mitglieder der Bürgerinitiative gegen Fluglärm, Bodenlärm und Umweltverschmutzung haben sich an mich gewandt und mir u. a. Heatmaps zugesandt, die die Menge der Kampfjetüberflüge im angrenzenden Gebiet zum Luftraum TRA LAUTER anzeigen. Gerne füge ich diese dieser Mail bei.

Können Sie mir bitte mitteilen in welcher Flughöhe und wie viele Kampfjets normalerweise gleichzeitig über Trier und speziell die Stadtteile Trier-Tarforst / -Filsch / -Irsch / -Heiligkreuz hinwegfliegen? 

Aus meiner Sicht sollten die reduzierten Sommerflugzeiten im Sinne eines besseren Miteinanders und einer spürbaren Reduzierung der gesundheitlichen Belastung durch Lärmemissionen ganzjährig angewendet werden. Zudem halte ich auch eine Mindestflughöhe von 450 Metern in der Zeit von 12:30 bis 13:30 Uhr nicht für ausreichend, um annähernd einer Mittagsruhe gerecht zu werden.

Ich schließe mich auch im Sinne des besseren Miteinanders der Forderungen der Bürgerinitiative an, die Flugzeiten langfristig von Montag bis Donnerstag auf 10:00 – 18:00 Uhr zu beschränken. Da normalerweise in dieser Zeit die betroffenen Bürgerinnen und Bürger an ihren Arbeitsplätzen sind, dürfte die Belastung deutlich geringer ausfallen. Besonders die frühen Morgen- und späten Abendstunden sollten der Erholung dienen und nicht durch massiven Fluglärm gestört werden.

Wie sehen aus Ihrer Sicht die Chancen für eine Umsetzung der genannten Punkte aus? 

Selbstverständlich habe ich Verständnis dafür, dass der militärische Übungs- und Ausbildungsflugbetrieb zur Sicherstellung des militärischen Auftrages weiterhin stattfinden muss, und bin auch der Auffassung das unsere Pilotinnen und Piloten die bestmögliche Ausbildung verdienen. Gleichwohl bitte ich Sie aber auch um Verständnis, das für die Akzeptanz in der Bevölkerung ein Kompromiss gefunden werden muss, der für alle Parteien tragbar ist. Als Politiker sehe ich die Bemühungen Ihrerseits den betroffenen AnwohnerInnen entgegenzukommen. Leider ist dies in der Bevölkerung noch nicht spürbar und ich würde es begrüßen, wenn wir einen nächsten Schritt erreichen könnten. 

Ich danke Ihnen für Engagement. Bleiben Sie gesund!

Sven Teuber
Trierer Landtagsabgeordneter

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