Der Trierer Landtagsabgeordnete Sven Teuber (SPD) lud am Mittwoch ArbeitnehmerInnen zu seiner Videokonferenz mit Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler, DGB Regionalgeschäftsführer James Marsh und den Chef der Arbeitsagentur Trier, Heribert Wilhelmi, ein. Die Konferenz stieß auf ein hohes Interesse. Diverse VetreterInnen aus Betriebsräten der Region und interessierte BürgerInnen nahmen teil und brachten sich in die Diskussion ein.

Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler verwies darauf, dass in Rheinland-Pfalz für über 450.000 ArbeitnehmerInnen Kurzarbeitergeld angemeldet wurde. Auf Trier entfallen davon über 16.000 ArbeitnehmerInnen. „Damit wird deutlich, wie wichtig dieses sozialdemokratische Element der Arbeitsmarktpolitik ist, um Kündigungen vorzubeugen und damit Unternehmen wie ArbeitnehmerInnen über eine Zeit zu helfen, damit man dann schnell wieder kraftvoll starten kann. Kündigungen werden so häufig vermieden. So geht sozialdemokratische, verantwortungsvolle Politik und dies hält Gesellschaft auch zusammen“, so der arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Teuber.

Der DGB Regionalgeschäftsführer James Marsh betonte, wie wichtig gerade jetzt die Mitbestimmung in Betrieben ist. Dies bekräftigte auch eine Betriebsrätin von Galeria Karstadt Kaufhof. Bis zu 80 Filialen sollen geschlossen werden. Tausende Stellen könnten wegfallen.

Sven Teuber, der seine vollste Unterstützung dem Betriebsrat der Trierer Standorte von Galeria Kaufhof und Karstadt zusagte, betonte: „Die Zukunft für über 350 Beschäftigte steht auf der Kippe und da freut es mich sehr, dass auch die Ministerin und der Trierer Chef der Agentur für Arbeit, Heribert Wilhelmi, ihre Unterstützung zusagen. Ich stehe mit dem Betriebsrat über ein weiteres Treffen vor Ort im Austausch und habe auch, die Ministerpräsidentin hierzu eingeladen.“

Der Chef der Arbeitsagentur Trier zeigte auf, dass der Arbeitsmarkt in Trier und der Region sehr robust ist, weil er von kleinen und mittelständischen Betrieben sowie großen Dienstleistern wie der Gesundheitswirtschaft geprägt ist. Er begrüßte auch den erfolgreichen Einsatz von Teuber und dessen KollegInnen für die Grenzöffnung nach Luxemburg. Handel und Gastronomie profitieren stark von der Kaufkraft der Luxemburger. Gleichwohl ist auch in Trier ein Anstieg der Arbeitslosigkeit zu erkennen, wenngleich noch auf vergleichbar niedrigem Niveau.

Teuber dankte den Teilnehmenden und betonte weiterhin Videokonferenzen mit Gästen aus Politik und Wirtschaft zu veranstalten, um den BürgerInnen einen unkomplizierten Austausch zu ermöglichen und weiterhin selbst dicht am Alltag der Menschen zu sein.

Trotz der angespannten Situation zieht Teuber ein optimistisches Fazit: „Schlussendlich kann man sagen, dass wir insbesondere durch eine starke Arbeitsmarktpolitik, engagierten Behörden, einer guten Sozialpartnerschaft mit starken Unternehmen, Gewerkschaften und Kammern sowie hoch qualifizierten und engagierten ArbeitnehmerInnen und ausdauernden UnternehmerInnen sagen können: unser Arbeitsmarkt wird von Corona noch nicht gefressen. Wir haben starke Schutzschilde, die die große Mehrheit noch schützen. Und wir sollten weiter so zusammenstehen, die Pandemie entschlossen und schnellstmöglich durch unser vernünftiges Verhalten aller bekämpfen, damit dieser Schutzschild hält und wir auch schnell diejenigen wieder mit ihren Kräften und Ideen zum Einsatz bringen können, die leider von Arbeitslosigkeit im Moment betroffen sind. Packen wir es an.“

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